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KünstlerInnen
Ursula Biemann (CH)
Christian von Borries (DE)
Mark Boulos (US/NL)
Heath Bunting (UK)
Bureau d'Etudes (FR)
The Centre for Land Use Interpretation (US)
Chto Delat? (RU)
Carl Michael von Hausswolff &
Thomas Nordanstad (SE)
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George Osodi (NG)
Natascha Sadr Haghighian (IR/DE)
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Filmprogramm
jeden Freitag, jeweils um 20:00 in der Ausstellung
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The Oil Show

Dortmunder U | 12. November 2011 - 18. März 2012

The Oil Show
HMKV im Dortmunder U
12. November 2011 - 18. März 2012
Eröffnung: Freitag, 11. November 2011, 19:00 Uhr

Das Globale Ölfördermaximum (Peak Oil) – die maximale Förderrate der weltweiten Erdölproduktion – ist heute erreicht. Peak Oil markiert den Zeitpunkt, ab dem sich die Ölförderung nicht mehr steigern lässt. Zukünftig wird die Nachfrage das Angebot immer weiter übersteigen. Die globalen Verteilungskämpfe verschärfen sich. Trotz besseren Wissens wächst unsere Abhängigkeit vom Öl immer weiter. Wir können oder wollen vom Öl nicht lassen. Wir sind abhängig.

Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten, die sich mit unserer Abhängigkeit vom Rohstoff Öl sowie den ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Verflechtungen und Auswirkungen dieser wachsenden Abhängigkeit auseinandersetzen.

Die Arbeiten in der Ausstellung erzählen Geschichten der Globalisierung entlang der 2005 begonnenen und 2006 in Betrieb genommenen Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, die vom Kaspischen Meer zum Schwarzen Meer führt (Ursula Biemann). Sie kommentieren den geplanten Bau des Gazprom-Turmes in St. Petersburg in einem Brechtschen Singspiel (Chto Delat?) und analysieren die ökonomische Struktur von "The World" in Dubai, einem künstlich geschaffenen Inselarchipel, dessen Umriss aus dem Weltall wie die Weltkarte aussieht (Christian von Borries). Sie reisen in das Nigerdelta, eines der 'Herzen der Finsternis', in welchem seit fast vierzig Jahren ein "ungezügelter Kampf ums Öl" (Die Zeit) tobt (Mark Boulos, George Osodi), sowie auf die japanische Insel Hashima, zur ägyptischen Oase Al Qasr und ins texanische Electra – alles Orte, deren Rohstoffvorkommen – Kohle, Wasser, Öl – restlos ausgebeutet wurden (Carl Michael von Hausswolff & Thomas Nordanstad). Werner Herzog wiederum besichtigt das Schlachtfeld des ersten Krieges, der allein um Öl geführt wurde – die brennenden Ölquellen von Kuwait, die Anfang 1991 auf Anweisung von Saddam Hussein von irakischen Truppen, welche im August 1990 das Land besetzt hatten, in Brand gesteckt wurden.

Einige Künstler in der Ausstellung bedienen sich der Methode der Kartografie: So verfolgt das Bureau d’Etudes in Petropol die Geschichte der globalen Ölwirtschaft vom Ende des Viktorianischen Zeitalters über den Ersten und den Zweiten Weltkrieg bis zum Jahr 2002. Das Diagramm erinnert an eine Straßenkarte, eine absurde Roadmap, deren Wege von den geopolitischen und ökonomischen Interessen der großen Wirtschaftsmächte und ihrer Öl-Unternehmen gezeichnet werden. Mark Lombardi wiederum zeichnet in "George W. Bush, Harken Energy, and Jackson Stephens, c. 1979-1990" mit größter mathematischer Akribie die wirtschaftspolitischen Verflechtungen zwischen Akteuren nach, die gemeinhin als verfeindet gelten, teils einander sogar den Krieg erklärt haben – und setzt so gleichsam einen Nexus von großer Politik und Terrorismus ins Bild.

Eine eher lapidare Intervention in den Alltag vollzieht Heath Bunting mit seiner Aktualisierung alter Protestplakate: Forderten die – teils noch heute an englischen Motorways sichtbaren – Plakate 1989 kämpferisch »BAN MOTOR CARS«, so platzierte Bunting 2003 daneben die Feststellung »GLOBAL WARMING IS YOUR FAULT«. Das kalifornische Center for Land Use Interpretation geht der unsichtbaren Präsenz von Ölfördereinrichtungen im Stadtraum von Los Angeles nach – einem der ältesten und nach wie vor größten Ölfelder der Vereinigten Staaten – und entdeckt unerwartete Tarnungen und Nachbarschaften. Natascha Sadr-Haghighian verbindet in ihrer Arbeit "...deeply__to the notion that the___world is___to the observer... (committed) (real) (external)" persönliche Erinnerungen an die ersten autofreien Sonntage in der Bundesrepublik 1973/74 als Konsequenz der damaligen Ölkrise mit den politischen Implikationen dieser Krise und der parallel laufenden Entwicklung der Konzeptkunst. Michael Mandibergs "Oil Standard" besteht aus einem Plug-In für verschiedene Web-Browser, die nach der Installation alle US-Dollar-Preise auf E-Commerce-Webseiten, die der User ansteuert, in Barrel Rohöl übersetzt. Verschiedene Computerspiele - Oil Imperium (DE 1989), Oiligarchy (IT 2008) und Oil Rush (RU 2011) – geben den SpielerInnen die Möglichkeit, eigene (wenngleich virtuelle) Ölimperien zu bauen und dabei eine Menge über das Öl-Business zu lernen. Und schließlich inszenieren die Künstler eine Werbekampagne für den wertvollen Rohstoff Öl (DOTOILDOT) und transformieren das Dortmunder U, die ehemalige Union-Brauerei, in eine gigantische Öl-Raffinerie (UBERMORGEN.COM).

Mit Arbeiten von: Ursula Biemann (CH), Christian von Borries (DE), Mark Boulos (US/NL), Heath Bunting (UK), Bureau d'Etudes (FR), The Centre for Land Use Interpretation (US), Chto Delat? (RU), Carl Michael von Hausswolff & Thomas Nordanstad (SE), Werner Herzog (DE), Mark Lombardi (US), Michael Mandiberg (US), George Osodi (NG), Natascha Sadr Haghighian (IR/DE), UBERMORGEN.COM (AT/CH), und anderen



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The Oil Show
HMKV im Dortmunder U
12. November 2011 - 18. März 2012
Eröffnung: Freitag, 11. November 2011, 19:00- 24:00 Uhr (Eintritt frei)

Kuratiert von
Dr. Inke Arns, Künstlerische Leiterin des HMKV

Geschäftsführende Leiterin
Frauke Hoffschulte, Tina Ebner

Organisation & Produktion der Ausstellung
Andrea Eichardt, Anabel Pérez, Kathleen Ansorg

Vermittlung und kulturelle Bildung
Mirjam Laker

Buchhaltung
Simone Czech

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Steffen Korthals, Nathalie Mosler

Technische Leitung
Stephan Karass

Aufbauteam
Sanja Biere, Jens Eberhardt,
Kai Kickelbick, Zeljko Petonjic

Gestaltung Infografiken:
www.laborb.de, Dortmund

Wandbilder:
Sabine Gorski

Leiter Fachtechnischer Dienst Dortmunder U & Berater
Uwe Gorski

Fachtechnischer Dienst Dortmunder U
Robin Lockhart, Oliver Okunik, Detlev Olschewski, Uli Lueg

Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur
David Groher, Malte Zander

Info Team
Stephanie Brysch, Tanja Melina Moszyk, Marion Wedegärtner

Führungen
Peter Hübert, Martin Klemm, Hendrik Müller, Lena Schmidt, Stephanie Brysch, Tanja Melina Moszyk

Öffnungszeiten
Di+Mi 11:00 - 18:00
Do+Fr 11:00 - 20.00
Sa+So 11:00 - 18:00
Montags geschlossen

Feiertagsöffnungszeiten
24.12.2011 geschlossen
25.12.2011 geschlossen
26.12.2011 11:00 —18:00
31.12.2011 geschlossen
01.01.2012 geschlossen

Ort

Hartware MedienKunstVerein im
Dortmunder U, 3. Etage
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

Eintritt
5 € / 3 €

Führungen
Donnerstags 18:00 (After-Work-Führung), Sonntags 16:00
HMKV im Dortmunder U, 3. Etage (Führungen im Eintrittspreis enthalten)
Wenn Sie weitere Führungen buchen möchten, wenden Sie sich bitte an unser Büro (Tel: +49 (0)231.496642-0, info@hmkv.de)

Filmprogramm
Filmlounge jeden Freitag, jeweils 20:00 in der Ausstellung
--> zum Programm

Übersetzungen
Patrick Boris Kremer (dt.-engl.), Janet Leyton-Grant (Filmprogramm dt-engl.)

Gestaltung
www.laborb.de, Dortmund

Zur Ausstellung erscheint ein kostenloser Kurzführer sowie ein Katalog mit Texten von Inke Arns, Fabian Saavedra-Lara und Michael Watts bei Revolver Publishing | by VVV, Berlin 2011.


THE OIL SHOW

Partner 2011: Kunststiftung NRW
JUMP - Jahresförderpreis für Kunstvereine der Kunststiftung NRW 2011

Hauptförderer des HMKV
Kulturbüro Stadt Dortmund
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Sparkasse Dortmund
DSW21

Mit großzügiger Unterstützung durch
Botschaft des Königreichs der Niederlande
Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Medienpartner
ARTE Creative creative.arte.tv
De:Bug






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Presse-Material zu diesem Programmpunkt finden Sie in unserem Presse-Bereich.

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