AUSSTELLUNG

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und andere

LAUFZEIT
25. August 2012 – 6. Januar 2013

AUSSTELLUNGSORTE
Hartware MedienKunstVerein im Dortmunder U
HMKV (3. Etage)
Galerie (6. Etage)
Lautsprecher (4. Etage)
RWE Forum | Kino im U (EG)
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

ERÖFFNUNG
Freitag, 24. August 2012, 19:00 – 24:00 Uhr, gemeinsam mit der Ausstellung FLUXUS – Kunst für Alle! des Museums Ostwall im Dortmunder U. Freier Eintritt.

VERANSTALTUNGPROGRAMM
--> PDF

FLYER
--> PDF

ÖFFNUNGSZEITEN
Di+Mi 11–18 Uhr
Do+Fr 11–20 Uhr
Sa+So 11–18 Uhr
Mo geschlossen
Feiertage: www.dortmunder-u.de

EINTRITT
5 € / 2,50 € ermäßigt
Kombiticket Sounds Like Silence (HMKV) und FLUXUS – Kunst für Alle! (MO): 8 € (ermäßigt 4 €); freier Eintritt für BesucherInnen bis 18 Jahre.

FÜHRUNGEN
Do 18:00 Uhr, So & Feiertags 16:00 Uhr (im Eintrittspreis inbegriffen)

BUCH
Die Publikation Sounds Like Silence (hrsg. v. Dieter Daniels, Inke Arns) erscheint bei Spector Books, Leipzig, und ist in der Ausstellung erhältlich (25/28€)

RADIOSENDUNG
Die Ausstellung beginnt bereits in den frühen Morgenstunden des 24. August 2012 mit der Radiosendung "Sounds Like Silence" auf Deutschlandradio Kultur UKW 96,5 (00:05 - 01:00 Uhr), http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/klangkunst/1803282/

CD
Zur Ausstellung erscheint die CD Sounds Like Silence bei Gruenrekorder. Sie enthält die Radiosendung Sounds Like Silence von Inke Arns und Dieter Daniels, die am 24. August 2012 von 00:05 bis 1:00 Uhr im Klangkunstprogramm von Deutschlandradio Kultur gesendet wurde.
Sounds Like Silence, Gruen 116 (2012), www.gruenrekorder.de


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KONZEPT
Dieter Daniels

KURATIERT VON
Inke Arns, Dieter Daniels

AUSSTELLUNGSARCHITEKTUR
Ruth M. Lorenz (maaskant, Berlin)

INFOGRAFIKEN
Max Schneider, Frauke Schmidt

KÜNSTLERISCHE LEITERIN HMKV
Dr. Inke Arns

GESCHÄFTSFÜHRENDE LEITERIN HMKV
Frauke Hoffschulte

KURATORISCHE ASSISTENZ HMKV
Fabian Saavedra-Lara

ORGANISATION & PRODUKTION DER AUSSTELLUNG HMKV
Kathleen Ansorg, Andrea Eichardt

VERMITTLUNG UND KULTURELLE BILDUNG HMKV
Mirjam Laker

CHEFINNEN VOM DIENST HMKV
Stephanie Brysch, Lena Schmidt

BUCHHALTUNG HMKV
Simone Czech

FREIWILLIGES SOZIALES JAHR in der KULTUR HMKV

David Groher, Malte Zander

VIDEO HMKV

David Figura, Annika Hellmuth

TECHNISCHE LEITUNG HMKV
Stephan Karass

AUFBAUTEAM HMKV
Matthias Bartikowski, Sanja Biere, Yoko Dupuis, Jens Eberhardt, Sabine Gorski, Kai Kickelbick, Boris Kreinberg, Zeljko Petonjic, Arne Sablinski

LEITER FACHTECHNISCHER DIENST DORTMUNDER U & BERATER
Uwe Gorski

FACHTECHNISCHER DIENST DORTMUNDER U
Timo Kruck, Robin Lockhart, Uli Lueg, Oliver Okunik, Detlev Olschewski

WEITERE INFORMATIONEN
www.hmkv.de
www.facebook.com/
hartwaremedienkunstverein


EMPFEHLUNGEN

John Cage und ... Bildender Künstler - Einflüsse, Anregungen, kuratiert von Wulf Herzogenrath, Museum der Moderne, Salzburg, 14. Juli - 7. Oktober 2012

Ruhrtriennale, International Festival of the Arts, 17. August - 30. September 2012

Sounds like Silence (Cage – 4'33'' – Stille / 1912 – 1952 – 2012)

Dortmunder U | 25. August 2012 - 06. Januar 2013

SOUNDS LIKE SILENCE
Cage – 4'33'' – Stille
1912 – 1952 – 2012

HMKV im Dortmunder U, 3. und 6. Etage (Galerie), 25. August 2012 – 6. Januar 2013

Konzept: Dieter Daniels
Kuratoren: Inke Arns, Dieter Daniels

Die deutsche Sektion der AICA (Internationaler Kunstkritikerverband) hat die Ausstellung Sounds Like Silence des HMKV Ende Januar 2013 als "Besondere Ausstellung des Jahres 2012" ausgezeichnet.

"... mit Sicherheit die vielleicht wichtigste, sicherlich aber eine der besten Ausstellungen des ausgehenden Cagejahrs 2012."
Holger Schulze über "Sounds Like Silence" in: Texte zur Kunst, 21.11.2012


SOUNDS LIKE SILENCE

Der Titel „Sounds like Silence“ ist doppeldeutig. Einerseits klingt die Stille selbst; um mit Cage zu sprechen, „there is no such thing as silence“ (so etwas wie Stille gibt es nicht).  Andererseits brauchen Klänge ihr Gegenteil, die Stille. Auch wenn es keine absolute Stille gibt, weckt jeder Sound eine Vorstellung von Stille: Es gibt keine Präsenz ohne Absenz, keine Anwesenheit ohne Abwesenheit.
Die doppelte Bedeutung des Titels „Sounds like Silence“ berührt die zentralen Fragen, die das Projekt aufwirft:
Was hören wir, wenn es nichts zu hören gibt?
Wie stark ist unser persönliches Bedürfnis nach Stille?
Und wie viel Stille können wir ertragen – angenommen, es gibt überhaupt so etwas wie Stille?

Ausgangspunkt

2012 jähren sich der 100. Geburtstag von John Cage und der 60. Jahrestag der Uraufführung seines „Stillen Stücks“ mit dem Titel 4’ 33’’ (vier Minuten, 33 Sekunden) am 29. August 1952.
Die Komposition in drei Sätzen ohne intentionale Sounds ist heute das prominenteste Stück von Cage. Diese „Kunst ohne Werk“ (J. Cage) aktualisiert und transformiert Impulse der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts wie z. B. der Ready-mades, die laut Duchamp „Werke ohne Kunst“ sein sollten.

Parallelen um 1950

Mit 4’ 33’’ bezieht sich Cage 1952 bekannter Weise auf ein Werk der bildenden Kunst, die "White Paintings" von Robert Rauschenberg aus dem gleichen Jahr.  Ebenfalls 1952 inszeniert Guy Debords Film "Geheul für De Sade" die Stille als Provokation im Kino. 1955 unterzieht Heinrich Böll in seiner Erzählung "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen" das Radio einer Medienreflexion.
Mitte des 20. Jahrhunderts lässt die zunehmende Dichte der Informationsgesellschaft immer weniger Freiraum zur Selbstwahrnehmung. Deshalb wird die Stille / Leere zur Metapher für das Bedürfnis nach einem noch nicht codierten Reflexionsraum.
Die Künstler gehen sehr unterschiedliche Wege: Cage wünscht uns „Happy New Ears“ für eine gesteigerte Sensibilität gegenüber den „Sounds als Sounds“. Rauschenberg bietet uns „hypersensitive“ Flächen auf denen das Licht im Raum und die Schatten der Betrachter sichtbar werden. Debord zerstört das Spektakel und zwingt die Betrachter zu einem Ausharren im Dunkel des Kinos (bei der Urauführung waren die Türen verschlossen). Bölls Dr. Murke sammelt und geniesst voller Selbstironie die immer selteneren Momente des Schweigens im Radio.

Was ist 4’ 33’’?

Cages scheinbar so einfaches „stilles Stück“ ist in Wahrheit hochkomplex: Es existieren vier völlig unterschiedliche Partituren - und mehrere Varianten und Folgestücke von Cage zu 4’ 33’’. Im Laufe seines langen kreativen Lebens hat Cage das Stück immer wieder aktualisiert und auch neu kontextualisiert.
Ein ähnlich vielfältiges Bild zeigt sich in der umfangreichen Forschungsliteratur zu 4’ 33’’: Es werden Methoden der Musikwissenschaft, der Kunstgeschichte, der Medientheorie, der Philosophie, der Wahrnehmungstheorie, der Theaterwissenschaft und der Gender Studies eingesetzt. Ebenso werden unterschiedlichste Bezüge hergestellt, u. a. zu ostasiatischem Zen, zur Kunst des Minimalismus, zur Performancekunst, zur Debatte um die Liveness von Musik, zur Entwicklung der Pop-Musik und zur Homosexualität von Cage.

Folgen, Varianten und Hommagen

Der größte Teil der Ausstellung besteht aus künstlerischen und musikalischen Arbeiten, die sich implizit oder explizit auf  4’ 33’’ beziehen. Das Spektrum reicht von La Monte Youngs Piano Piece for David Tudor No. 2, 1960, bis zu aktuellen Arbeiten. Darüber hinaus wird das Spektrum um künstlerische Arbeiten erweitert , die sich mit ‚Stille’ in Medien und Wahrnehmung befassen. Die künstlerischen Reaktionen auf 4'33" sind ebenso vielfältig und unterschiedlich wie die wissenschaftlichen Texte. Aus der Stille entfaltet sich ein vielstimmiges Konzert der Varianten und Widersprüche.

Kulturelle Aktualität

4’33’ erfreut sich nach wie vor nicht nur bei KünstlerInnen großer Popularität (dies wird die Ausstellung zeigen), sondern verweist auch auf aktuelle Fragen z.B. der Soundökologie.
Im Dezember 2010 gelang es z.B. einer Koalition aus Londoner 40 Musikern unter dem Namen Cage Against the Machine das ‚stille Stück’ von John Cage auf Platz 21 der englischen Hitparade zu platzieren. Am 9. Dezember 2010 wurde das Stück bei Harald Schmidt in der ARD aufgeführt. Künstler waren Helge Schneider und Harald Schmidt (vierhändig am Flügel).
Darüber hinaus stellt Cages Erkenntnis, dass es „so etwas wie Stille nicht gibt“, heute eine bedrohliche Alltagserfahrung dar. Fragen der Sound-Ökologie nehmen in der Stadt- und Verkehrsplanung, in der Architektur und im Produktdesign einen immer wichtigen Stellenwert ein. Neben der objektiven akustischen Umwelt hat sich auch die subjektive Umgangsweise mit Sound verändert. Die medientechnisch mögliche Allgegenwart von Öffentlicher und privater Beschallung wird zum Gegenstand von kontroversen Diskussionen.


* * *

FORMATE

AUSSTELLUNG
a) Parallelen um 1950 (Cage, Rauschenberg, Debord, Böll)
b) Cages Weiterentwicklung von 4'33" von 1952 – 1992
c) aktuelle Positionen seit den 1990ern bis heute mit Bezug auf 4'33" oder auf das Thema Stille im Allgemeinen (circa 30 Künstler)

VERANSTALTUNGSPROGRAMM
--> PDF

BUCHPUBLIKATION
Das Buch enthält Essays von Inke Arns, Brandon LaBelle, Dieter Daniels, David Toop, Dörte Schmidt, Julia H. Schröder und Jan Thoben, eine Anthologie mit unterschiedlichen Interpretationen zu 4'33" von Hans-Friedrich Bormann, John Cage, William Fetterman, Kyle Gann, Branden W. Joseph, Douglas Kahn, Jonathan David Katz, Irwin Kremen, Liz Kotz, Julia Robinson, Simon Shaw Miller und James Pritchett, sowie Texte zu den Künstlerbeiträgen der Ausstellung. Es erscheint im August 2012 bei Spector Books, Leipzig.

RADIOSENDUNG
Die Ausstellung beginnt bereits in den frühen Morgenstunden des 24. August 2012 mit der Radiosendung "Sounds Like Silence" auf Deutschlandradio Kultur UKW 96,5 (00:05 - 01:00 Uhr), http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/klangkunst/1803282/

CD
Zur Ausstellung erscheint die CD Sounds Like Silence bei Gruenrekorder. Die CD ist eine ›Anthologie der Stille‹ mit einem Spektrum von historischen und aktuellen künstlerischen Arbeiten. Die Ausschnitte belegen, dass Stille nie gleich Stille klingt. Einige der Stücke sind wirklich sehr still, andere relativ ›laut‹. Dem aufmerksamen Hörer erschließen sich dabei subtile, aber weit reichende Unterschiede in der Klangatmosphäre. Die CD enthält die Radiosendung Sounds Like Silence von Inke Arns und Dieter Daniels, die am 24. August 2012 von 00:05 bis 1:00 Uhr im Klangkunstprogramm von Deutschlandradio Kultur gesendet wurde.
Sounds Like Silence, Gruen 116 (2012), www.gruenrekorder.de

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SOUNDS LIKE SILENCE findet parallel zur Ausstellung FLUXUS - Kunst für Alle! des Museums Ostwall im Dortmunder U statt (U6 - Oberlichtsaal; 25. August 2012 - 6. Januar 2013).

Eröffnung: Freitag, 24. August 2012, 19:00 Uhr

Sounds Like Silence

Katalog | 2012




SOUNDS LIKE SILENCE
wird von der
Kunststiftung NRW unterstützt.

Hauptförderer des HMKV
Kulturbüro Stadt Dortmund
Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
Sparkasse Dortmund
DSW21

Die Ausstellung SOUNDS LIKE SILENCE wird unterstützt von
Mondriaan Fund, Amsterdam
Institut Francais

Medienpartner
DeutschlandRadio Kultur
ARTE Creative - creative.arte.tv
de:bug

"... mit Sicherheit die vielleicht wichtigste, sicherlich aber eine der besten Ausstellungen des ausgehenden Cagejahrs 2012."
Holger Schulze über "Sounds Like Silence" in: Texte zur Kunst, 21.11.2012



Presse

Presse-Material zu diesem Programmpunkt finden Sie in unserem Presse-Bereich.

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