Rena Tangens ist Künstlerin, Publizistin, Netzpionierin und Mitbegründerin des Bielefelder FoeBuD e.V. 1984 gründete sie gemeinsam mit ihrem Kollegen padeluun das Kunstprojekt „Art d’Ameublement“. Seit 2000 recherchiert und organisiert sie die jährlichen deutschen BigBrotherAwards (die „Oscars für Datenkraken“). 2004 erhielten Tangens und padeluun den Kunstpreis „Evolutionäre Zellen“ vom Karl Ernst Osthaus-Museum der Stadt Hagen und von der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin.
NRW Stipendium für Medienkünstlerinnen (2007)
Rena Tangens, Bielefeld
Ausgehend von
der Feststellung Lev Manovichs, dass der „(medial) erweiterte Raum
überwachter Raum“ ist („Augmented space is monitored space“)
wird Rena Tangens sich in ihrem Projekt „Citizens
need parks, netizens need privacy“
mit den Auswirkungen realer bzw. erwarteter Überwachung auf das
menschliche Verhalten auseinandersetzen und technische, politische,
aber auch künstlerische Handlungsmöglichkeiten gegen den oft als
unausweichlich empfundenen Verlust der informationellen
Selbstbestimmung aufzeigen. Ihr Kunstbegriff ist dabei ein
erweiterter, der den Beuysschen Begriff der „Sozialen Plastik“ in
den medialen Raum ausdehnt und so eine dezidiert politische Form der
„relationalen Ästhetik“ skizziert. Tangens’ Projekt, das sich
explizit auf Frederick Law Olmsted bezieht, will dazu anregen, die
sozialen, gesellschaftlichen und politischen Prozesse, die im
„Augmented Space“ stattfinden, in einem ästhetischen Rahmen zu
reflektieren und kritisch zu begleiten.


