Der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) versteht sich als
Plattform für die Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer
beziehungsweise experimenteller (Medien-)Kunst. Medienkunst wird dabei nicht
als technisch determiniertes Genre "mit hohem Fun-Faktor" verstanden,
sondern als zeitgenössische Kunst, die sich inhaltlich und konzeptuell mit
unserer in starkem Maße medial und technologisch geprägten Gegenwart
auseinandersetzt, welche sich durch neue Medien und Technologien radikal
verändert. Damit besetzt der HMKV eine singuläre Position in NRW – und in
Deutschland. Aus der Vielzahl von internationalen Kooperationen des HMKV ist
ein breit gefächertes, internationales Netzwerk entstanden, das die in
Deutschland einmalige Institution zu einem facettenreichen Ausstellungs- und
Veranstaltungsprogramm zusammenfasst. Die Ausstellungen des HMKV finden
regional, national wie international höchste Anerkennung. Sie zeichnen sich
durch ein breites Verständnis des Medienkunstbegriffs aus und positionieren
Medienkunst ganz bewusst im Kontext zeitgenössischer Kunst. Seit 2000 betreut der HMKV das Stipendium des Landes NRW für Medienkünstlerinnen; seit 2006 ist die Geschäftsstelle des medienwerk.nre beim HMKV angesiedelt. 2007, 2008 und 2011 wurde der HMKV für den Preis für Kunstvereine der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) und der ART COLOGNE nominiert. 2011 erhielt der HMKV den renommierten JUMP Jahresförderpreis für Kunstvereine der Kunststiftung NRW.
Der HMKV hat seit seiner Gründung im Jahr 1996 über siebzig
Ausstellungen, Film-, Video-, Musik- und Performanceprogramme, Workshops,
Vorträge, Tagungen und Konferenzen in diversen Städten im In- und Ausland sowie
in Dortmund realisiert – hier vor allem in der 2.200 qm großen PHOENIX Halle
Dortmund (seit 2003). Unter den 40 Ausstellungen der letzten vierzehn Jahre
waren so bedeutende Projekte wie Reservate der Sehnsucht (Dortmunder U, 1998), games - Computerspiele
von KünstlerInnen (2003), History
Will Repeat Itself (2007), Anna
Kournikova ... Kunst im Zeitalter des Geistigen Eigentums (2008), „Wach sind nur die Geister“ - Über
Gespenster und ihre Medien (2009), Building
Memory und Arctic Perspective (2010) („Beste Ausstellung 2010“, (ARTFORUM, Dez. 2010).
Für die Ausstellungen des HMKV im U stehen die 3. sowie die 6. Etage zur Verfügung. Damit ist der HMKV in der Lage, sowohl Einzel- als auch große thematische Gruppenausstellungen durchzuführen. Organisierte der HMKV bisher jährlich zwei große internationale Medienkunstausstellungen in der PHOENIX Halle, so wird sich die Ausstellungsfrequenz des HMKV ab 2011 im ganzjährig nutzbaren Dortmunder U entsprechend erhöhen. In der 3. Etage des Dortmunder U sind ab 2011 jährlich bis zu vier Ausstellungen geplant; bis zu zwei dieser Ausstellungen werden sich auch auf die 6. Etage erstrecken.
Der HMKV verspricht sich von der Nachbarschaft zu den anderen Partnern im Dortmunder U spannende Synergieeffekte. Insbesondere die Nähe zum Museum Ostwall im U ist für den HMKV von großer Bedeutung. Einerseits kann über die Sammlung des MO im U eine (kunst-) historische Anbindung für die Ausstellungen mit zeitgenössischer Medienkunst des HMKV hergestellt werden; andererseits erfährt aber auch die Sammlung des MO einen Anschluss an aktuelle medienkünstlerische, -historische und -politische Diskurse. Die Nachbarschaft zur Technischen Universität und zur Fachhochschule Dortmund sowie zum Zentrum für Kulturelle Bildung lässt vielversprechende Kooperationen beziehungsweise einen Ausbau der bereits bestehenden Aktivitäten des HMKV in diesem Bereich erwarten. Auch die Nutzung des im Erdgeschoss gelegenen professionell ausgestatteten Kinosaals (RWE Forum) für Filmprogramme und Konferenzen wird sich für den HMKV als sehr positiv erweisen.
Bewerbungen
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Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstvereine (ADKV).


