Artist Talk: Tina Bara

HMKV im Dortmunder U | Ebene 3

Foto: Tina Bara, BUNA eine Zeit, 1988/2025, Videostill.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Kleiner Freitag des Dortmunder U findet ein Gespräch mit der Fotografin Tina Bara und dem Journalisten Ulrich Gutmair (Berlin, unter anderem tätig für die taz) statt. Der Eintritt ist frei.

Tina Bara, geboren 1962 in Kleinmachnow, ist eine bedeutende deutsche Fotografin. Nach ihrem Abitur begann sie 1980 ein Studium der Geschichte und Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 1986 abschloss. Während dieser Zeit stand sie in engem Kontakt mit oppositionellen Gruppen in der DDR, darunter Frauen für den Frieden. Bereits 1985 zeigte sie ihre erste Fotoausstellung in der Galerie am Prater; weitere Ausstellungen folgten unter anderem 1988 in Leipzig, Gotha und Cottbus. Zudem war sie 1987/88 an der großen Kunstausstellung der DDR in Dresden beteiligt. Parallel dazu absolvierte sie von 1986 bis 1989 ein Fernstudium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1986 arbeitet sie als freiberufliche Fotografin und war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR. Unter anderem fotografierte sie für das DEFA-Studio für Dokumentarfilme, etwa im Zusammenhang mit dem Film flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport. Im Juli 1989 zog sie nach West-Berlin; seit 1993 ist sie Professorin für künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Ulrich Gutmair ist Redakteur für Politisches Buch und Politik bei der taz. Er studierte Geschichtswissenschaften und Publizistik an der Freien Universität Berlin. In seinem Debüt Die ersten Tage von Berlin: Der Sound der Wende (2013) schildert er, wie Hausbesetzer, Künstlerinnen, DJs und Raver nach dem Mauerfall in Berlin-Mitte eine temporäre autonome Zone schufen. In Wir sind die Türken von morgen. Neue Welle, neues Deutschland (2023) beschreibt Gutmair Punk als ästhetische Haltung, die Nationalismus, Rassismus und Sexismus mit Negation, Provokation und Satire begegnet.

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