Lesung: Peggy Mädler – Selbstregulierung des Herzens

HMKV im Dortmunder U | Ebene 3

Foto: Marion Wenzel, Pleinair Mikroelektronik Frankfurt (Oder), 1989

Die Autorin Peggy Mädler liest aus ihrem neusten Roman.

»Selbstregulierung des Herzens« entfaltet ein vielfältiges Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wieder vereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der anfangs noch hofft, seinen Staat mithilfe von ersten Computern und Kybernetik vorwärtszubringen, und die Künstlerin Mona.
Um sie herum entwickelt sich ein reiches Ensemble an Figuren: der illusionslose Intellektuelle Roland, der in den Westen flieht; Marlies, die versucht, das System von innen zu reformieren, sowie die Künstlerfreunde Monas. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.
Mit stiller Wucht schreibt Peggy Mädler über das Flirren zwischen Halt und Auflösung – über Nähe und Entfremdung, Anpassung und Resilienz.

Peggy Mädler studierte in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaften und promovierte 2008 als Kulturwissenschaftlerin. Bereits 2007 gründete sie gemeinsam mit Julia Schleipfer die Künstlerformation „Labor für kontrafaktisches Denken“. Sie wurde mit mehreren Stipendien ausgezeichnet, unter anderem von der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Künstlerdorf Schöppingen, der Akademie der Künste (Alfred-Döblin-Stipendium) sowie dem Berliner Senat. Ihr Roman Wohin wir gehen erzählt von Familien- und Freundschaftsgeschichten zwischen Brno, Liberec und Berlin und spannt einen Bogen von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. 2019 erhielt Mädler den Fontane-Literaturpreis der Neuruppin und des Landes Brandenburg. Peggy Mädler lebt und arbeitet in Berlin.

Eintritt frei.

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